Media Worker sagen: Das sind die wichtigsten #dasmitmedien-Trends für 2018

Welche Themen und Technologien beschäftigen uns in den nächsten Monaten? Was wird 2018 das nächste große Ding und wo ist die sprichwörtliche Luft schon raus? Die #dasmitmedien-Botschafter haben sich dazu einige Gedanken gemacht:

Anke Nehrenberg

Fluide Organisationen und starke Employer Brands: der Trend zu flexiblen Arbeitsmodellen

Wir/kommitment beobachten Arbeit eine Entwicklung hin zu „fluiden Organisationen“: die Grenzen eines Unternehmens werden fließend. Spezialisten, die ein Kernteam projektbezogen ergänzen, arbeiten zeitweise vor Ort oder remote als E-Lancer mit. Hier entstehen neue, flexible Arbeitsmodelle: wer wann und wo an einem Projekt mitarbeitet, wird in verschiedenen Konstellationen gelebt. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich Menschen, die zur Wertschöpfung eines Unternehmens beitragen, nicht in die Organisationsstruktur eines Auftraggebers eingliedern möchten - persönliche Unabhängigkeit und Freiheit sind wichtiger. Das erfordert flexible Arbeitsmodelle.

Unternehmen, die sich in diesem Markt wertvoller Talente behaupten, brauchen starke Employer Brands. Flexible Arbeitsmodelle sind ein Kernbaustein: dem shiny Personalmarketing muss eine Unternehmenskultur folgen, die das gegebene Versprechen jeden Tag erneuert.

Starke Employer Brands mit flexiblen Arbeitsmodellen fällt es im Wettbewerb um die besten Talente auch einfacher, auf deren Bedürfnisse einzugehen: Eltern, Aging Workforce, zeitzonenübergreifendes Arbeiten (E-Lancer, Off-/Nearshoring).
Ein weiterer Aspekt ist die Organisation von Weiterbildung: erfolgreiche flexible Modelle binden Lernen in Eigenverantwortung ein, z.B. in Form integrierter Slack Time.

Last but not least: Immer mehr Unternehmen streben agile Organisationsformen an. Konstruktionsmerkmale sind u.a. Selbstorganisation und Veränderungsbereitschaft  - insofern liegt es nun bei den Unternehmen, antizipativ zu agieren und flexible Arbeitsmodelle zu schaffen.


Johanna Röhr

Influencer Marketing

Seit 2016 ist Influencer Marketing das große Buzzword der Medien- und Marketingwelt. Viele Unternehmen sind sehr überzeugt von ihrer neuen Strategie: „Wir arbeiten jetzt mit Influencern zusammen“, verkünden sie dann stolz. Das wichtigste vorweg: Sie haben im Grunde nicht Unrecht, denn das Potenzial ist groß und es war vermutlich noch nie einfacher, Menschen zu erreichen und sie so für die eigenen Inhalte zu begeistern. Das belegt auch eine aktuelle Umfrage ("Psychology of Following"): Fast ein Drittel (31 Prozent) der Verbraucher sind aufgrund des Posts eines Social Influencer zum Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung bewegt worden. Doch jeder Hype birgt auch Risiken.

 

Damit auch in zwei Jahren noch von der Allzweckwaffe Influencer Marketing gesprochen wird, müssen aus meiner Sicht ein paar essenzielle Punkte beachtet werden: es wird noch wichtiger, sich über die Ziele und die konkrete Zielgruppe im Unternehmen klar zu werden. Es sollen ja nicht nur viele sondern vor allem die richtigen erreicht werden. Genau diese Zielgruppe muss dann mit der des Influencers abgeglichen werden.

 

Zudem sollte die Reichweite und auch die Interaktionsrate des Influencers genau überprüft werden – nichts ist heutzutage einfacher, als sich Likes und Follower zu kaufen. Am Ende werden zudem langfristige Bindungen zwischen Unternehmen und Influencer die kurzen Intermezzi schlagen – denn eine langfristige Partnerschaft schafft Glaubwürdigkeit. Kommen wir zum letzten Punkt, ich glaube, er ist mit der wichtigste: es muss eine klare, gut sichtbare und transparente Werbekennzeichnung geben. Ansonsten wird das Influencer Marketing in Sachen Brand Building wohl kaum das digitale Allheilmittel sein, zu dem es die Welt gerade gerne machen würde.


Daniel Bröckerhoff

On Demand-Inhalte (Audio, Video, Livestreams)

Während die Generation Ü50 häufig ihren Tagesablauf noch nach dem Fernsehprogramm ausrichtet, sieht die Generation Smartphonefreunde wann und wo sie will. YouTube und Instagram- oder Snapchat-Stories sind ihr Fernsehen, doch für viele Bewegtbildanbieter sind diese Plattformen immer noch der Feind in diesem Netz. Wer seine Inhalte aber nicht dorthin bringt, wo die  Nutzer sind und sie entsprechend anpasst darf sich nicht wundern, wenn #diesejungenLeute woandershin gucken. Und nicht mehr in die Röhre.


User-Generated Content

Das große Thema vor einigen Jahren ist 2018 so aktuell wie AOL  InternetCDs. Viele Redaktionen haben eingesehen, dass die meisten Nutzer lieber konsumieren als selber Inhalte zu erstellen, schließlich habe sie ja eigene Jobs und wollen nicht die von anderen machen. Trotzdem sind Inhalte von Nutzern mittlerweile überall. Nach Anschlägen, bei Katastrophen oder anderen Ereignissen bedienen sich alle Redaktionen bei Bildern und Videos auf Twitter, Youtube und Facebook. Und manche checken sogar vorher, ob die Bilder auch echt sind und die Ersteller die redaktionelle Verwendung erlaubt haben.

Bezahl-Inhalte (Paywall, Premium Content)

Fast alle Häuser versuchen mit ihren eigenen Paywalls und selbstgestrickten Premium Content-Modellen Geld zu verdienen. Für die User ist das immer noch so praktisch wie "draußen nur Kännchen" und so einfach händelbar wie das Ausfüllen von Kindergeld-Formularen. Aber wer im Ernst glaubt, dass seine Premiuminhalte so doll sind, dass die User gerne NOCH einen Account anlegen und NOCH ein Abo abschließen glaubt auch an das Comeback von MySpace und Jamba Spar-Abos. Mit Blende und Readly gibt es zwar Versuche einen virtuellen Kiosk in die Smartphones zu bauen, aber sie scheitern an zu geringer Bekanntheit, zu hohen Preisen oder schlechter Bedienbarkeit. Doch selbst wenn das Netflix für Print kommen sollte würden die Verlage sich wohl immer noch schwer tun, ihre eigenen Modelle zu canceln. MySpace war schließlich auch ne super Idee.


Sabela Garcia

Blockchain

Alle reden über Blockchain und alle wollen Blockchain in ihrem Business Model integrieren; keiner weiß aber genau wie und warum. Ich bin selbst sehr interessiert und deswegen auch ein Teil des Organisations-Teams bei moinBlockchain in Hamburg dieses Jahr. Ich bin gespant was in diesem Umfeld noch in diesem Jahr stattfindet und sich entwickelt.

Viele unserer Startups kümmern sich um qualitative und lokale Inhalte und testen Micropayments bereits aus. Und auch viele Medienhäuser werden dieses Jahr Bezahl-Inhalte ausprobieren.

Ich glaube 2018 ist ein Jahr in dem endlich neue Technologien in Medien getestet werden.

WER DAHINTER STECKT

Die Standortinitiative der Hamburger Medien- und Digitalwirtschaft macht #dasmitmedien! Wir begleiten die digitale Transformation an der Schnittstelle von Content und Technologie. Mehr Infos rund um die weiteren Angebote und Leistungen unter www.nextMedia-Hamburg.de


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