Anschnallen - die Blockchain kommt!

"Der Medienlotse" Jan C. Rode über Blockchain

Es ist zwar ein Klischee, aber Hamburg ist *wirklich* eine Medienstadt. Wurde vor einigen Jahren eher noch der Niedergang beweint, blickt man heute hanseatisch-optimistisch nach vorn und beschäftigt sich mit neuen Erlöskonzepten, Geschäftsmodellen und vor allem: der Technik. Gerade die hiesigen Startups weisen eine hohe Spezialisierung auf, die alteingesessenen Playern und Unternehmen schnell weiterhelfen könnten – wenn sie sich denn nicht nur auf Events, sondern auch in Investorenrunden begegnen würden. Nun bringt sich mit der Blockchain die nächste spannende Technologie in Position – und Hamburg ist vorne mit dabei.

 

Doch bevor wir in die ersten Usecases von Medien und Entertainment eintauchen, noch ein kurzer Seitenblick: Was ist eigentlich eine Blockchain? Die Tekkies verstehen darunter eine dezentrale Datenbank, die Transaktionen jeglicher Art sicher, schnell und transparent durchführt. Das Blockchain-Konzept kam 2009 mit Bitcoin durch die innovative Kombination von digitalen Signaturen (kennen wir von verschlüsselten E-Mails), Verschlüsselungstechniken (SHA 256) und Konsensalgorithmen auf die Welt. Mittlerweile ist es auch möglich, Computerprogramme auf der Blockchain-Infrastruktur von Ethereum laufen zu lassen. Das hat die Kreativität vieler Startups beflügelt. Wie eine Blockchain technisch im Detail funktioniert, erklärt dieses Video.

 

Was tut sich im Medienbereich? Traditionell beruhte der Journalismus auf einer Kombination von Abonnement- und Werbeeinnahmen. Das Aufkommen des Internets änderte das alles. An diesem Punkt setzt das Startup Civil mit einem neuen Betriebsmodell (auf Blockchain-Basis) für Journalisten an: Leser können in „Newsrooms“ mitbestimmen, welche Themen die Redaktion bearbeitet (dadurch will Civil sowohl Nischenthemen als auch globale Stories abdecken). Dem gegenübergestellt sind die „Stations“, die von Verlagen betrieben werden und eigene Inhalte vermarkten können. Beide sollen einen Teil ihres Budgets auch für Factchecking-Projekte (Leser und Journalisten gemeinsam) aufwenden.

 

Das Decentralized News Network (DNN) hat dafür schon einen genauen Prozess aufgesetzt, der wiederum auf der Blockchain basiert: Autoren veröffentlichen dort ihre Story, welche wiederum sieben zufällig ausgewählten Mitgliedern des DNN-Netzwerkes zur Genauigkeitsprüfung vorgelegt wird. Erst wenn alle Überarbeitungen abgeschlossen sind und der Artikel letztlich genehmigt wurde, erhalten Urheber und Rezensenten den DNN-Token, der auf Kryptobörsen gehandelt werden soll.

 

Und was macht Hamburg? Gerade erst sprach ich mit dem Startup RAWR aus dem NextMedia-Accelerator über die Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie. Das spannende und gleichzeitig so herausfordernde ist, dass wir es hier mit einer nahezu fertig gebauten Anwendung zu tun haben, für die wir erst noch die Probleme finden müssen (im Design Thinking ist es genau andersherum: Problem sucht Anwendung zur Lösung). Deshalb ist es umso wichtiger, dass auch die Bundesregierung erkannt hat, hier etwas zu unternehmen. So wirkt seit Juni das „Innovationsforum Blockchain“, welches die innovative Technik kleinen und mittleren Unternehmen für die Entwicklung neuer Geschäftsfelder in mehreren Meetups und einem Kongress im November näherbringen will, in der Hansestadt.

Jan C. Rode ist auch bekannt als „Der Medienlotse“. Der Digitalberater bringt Kommunikationskonzepte auf den Punkt und ist Experte für digitale Inhalte und Innovationen.

WER DAHINTER STECKT

Die Standortinitiative der Hamburger Medien- und Digitalwirtschaft macht #dasmitmedien! Wir begleiten die digitale Transformation an der Schnittstelle von Content und Technologie. Mehr Infos rund um die weiteren Angebote und Leistungen unter www.nextMedia-Hamburg.de


INSTAGRAM

FACEBOOK

TWITTER



PARTNER

NEXTMEDIA.HAMBURG EMPEHLEN AUF

Newsletter

www.nextmedia-hamburg.de/registrierung/
www.nextmedia-hamburg.de/registrierung/