omnia360: Wie ein Hamburger Startup Google Street View Konkurrenz macht

Mit ihrer 360-Grad-Technologie machen omnia360 Büros, Werkstätten und Geschäfte in Hamburg und darüber hinaus zu aufwendigen 3D-Modellen. Gemeinsam mit Tobias Rempe und Reza Kiani hat Claudia Berger das Startup gegründet. Wieso, weshalb, warum hat sie bei nextMedia.Hamburg im Kurzinterview erzählt.

Warum habt ihr ausgerechnet in Hamburg gegründet?
Es gibt sicherlich viele gute Argumente, die dafür sprechen, ein Unternehmen in Hamburg zu gründen. Hamburg verfügt über ein breites Angebot an Fördermöglichkeiten für Gründer, die Stadt ist noch nicht überflutet von jungen, hippen Startups und es gibt einen großen Pool an spannenden Unternehmen und damit auch möglichen Kooperationspartnern. Darüber hinaus nimmt Hamburg insbesondere im Bereich Virtual Reality und 360-Grad-Medien eine Vorreiterrolle in Deutschland ein und mit nextReality.Hamburg gibt es eine Initiative, die das Thema weiter vorantreibe. Und natürlich leben wir alle drei sehr gerne in Hamburg, weil wir unser Herz an die Hansestadt verloren haben!

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, 360-Grad-Rundgänge anzubieten?
Technologiebegeistert sind wir schon lange, die konkrete Idee für omnia360 kam uns dann während dem Studium. Genauer gesagt im Rahmen der gemeinsamen Master-Thesis von Reza und mir, die sich den Einsatzmöglichkeiten von Virtual- und Augmented Reality im Marketing widmete. Dabei sind wir auf das Potenzial von 360-Grad-Content aufmerksam geworden und konnten Tobias mit unserer Begeisterung anstecken. Zum Glück verstehen wir uns nicht nur privat sehr gut, unsere Kompetenzen ergänzen sich auch ideal, sodass der Gründung nichts mehr im Wege stand. Während Reza seine Erfahrungen im Bereich Finanzen und Vertrieb einsetzt, kümmere ich mich um Marketing und PR. Tobias ist der Mann fürs Technische und verantwortet als studierter Medientechniker die Produktion und Post-Produktion unseres 360-Grad-Contents.


Seit einigen Jahren bietet Google via Street View ebenfalls Rundgänge für Geschäfte, Museen & Co. an – was unterscheidet omnia360 in diesem Punkt von Google?
Für die Erstellung unserer virtuellen Rundgänge arbeiten wir mit einer High-End-3D-Technologie, die es uns ermöglicht, mit unseren virtuellen Rundgängen ein besonders immersives Erlebnis zu kreieren. Dabei grenzen wir uns nicht nur durch eine intuitive und natürliche Navigation von Google Street View ab. Neben den 360-Grad-Aufnahmen nehmen wir mittels Infrarotsensoren Abstandsdaten auf, sodass wir ein maßstabsgetreues 3D-Modell der aufgenommenen Immobilie kreieren können. Besonders charmant ist dabei die sogenannte Puppenhausansicht, die, wie der Name schon sagt, eine Außenansicht im Puppenhaus-Stil ermöglicht. Aber da Bilder bekanntlich mehr als Worte sagen, schaut am besten selbst einmal in einen virtuellen Rundgang rein. Zudem bieten uns weitere Features, wie die Info-Tags, Ansatzpunkte, um zusätzlich zur reinen Visualisierung weitere Inhalte zu vermitteln, wodurch sich eine Vielzahl neuer Möglichkeiten eröffnet.

Auf eurer Website habt ihr drei Disziplinen für euren Content aufgelistet. Gibt es eine Branche, die ihr gerne noch erobern möchten? Journalistisches Storytelling zum Beispiel oder ähnliches?
Die Vorteile des Einsatzes unserer virtuellen Rundgänge in den Bereichen Immobilien, Architektur und Tourismus liegen wohl auf der Hand und natürlich sind dies auch zentrale Zielgruppen unseres Contents. Darüber hinaus möchten wir unseren 360-Grad-Content als innovative Marketinglösung etablieren, indem er beispielsweise als Virtual Shop oder als Virtual Showroom eingesetzt werden kann, um Verkaufsräume virtuell begehbar zu machen. Mit den bereits angesprochenen Info-Tags kann dabei direkt auf Produkte oder Dienstleistungen verlinkt werden und sogar Bilder, Texte oder Videos eingebunden werden.
Besonders spannend sind aber tatsächlich die Möglichkeiten, mit den Informationsblasen ein Storytelling zu ermöglichen. Von Guides bis zu Gamification haben wir hier zahlreiche Ideen und freuen uns schon sehr darauf, diese zu verwirklichen!

Wie sehen die omina-Pläne für die nächsten Monate/Jahre aus?
Unser Ziel ist es, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und mit den Technologien mitzuwachsen. Der nächste Schritt besteht darin, unser Portfolio um 360-Grad-Videos zu ergänzen, um unsere Kunden rundum das Thema 360-Grad zu bedienen. Darüber hinaus wollen wir zukünftig die Beratungs- und Konzeptionsdienstleistungen stärker in den Fokus rücken und deutschlandweit zu anerkannten Experten im Bereich des 360-Grad-Contents werden.

omnia360 ist ja noch ein recht junges Startup – habt ihr Tipps für junge Gründer, die in den Startlöchern stehen?
Ich denke, es ist wichtig zu erkennen, dass man nicht alles alleine machen muss. Traut euch ruhig, Hilfe anzunehmen oder auch aktiv auf euer Netzwerk oder andere Anlaufstellen zuzugehen. Auch eine gründliche Organisation ist wichtig, ganz besonders in der Anfangsphase, weshalb ich empfehlen würde, die wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse stets zu dokumentieren. Teilt eure Projekt in mehrere kleinere Aufgabenpakete, um eine bessere Übersicht zu haben und zielgerichteter arbeiten zu können und nutzt euer Team, um euch gegenseitig zu motivieren und auszutauschen. Und eigentlich sollte es selbstverständlich sein, aber auch als junges Startup sollte eine gewisse Professionalität an den Tag gelegt werden.

Gibt es Learnings aus eurer Gründungsphase? Was würdest du auf jeden Fall anders machen, wenn ihr nochmal die Chance hätten zu gründen?

Wahrscheinlich ist es noch zu früh, um hier ein angemessenes Fazit über unsere Learnings zu ziehen. Fragt uns gerne in ein paar Monaten noch einmal und lasst uns hoffen, dass uns bis dahin immer noch nichts aufgefallen ist, was wir im nachhinein anders machen würden.

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