20Scoops Campus: New Work zwischen Hamburg und Chiang Mai

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Jahrelang in der Garage an einer Geschäftsidee tüfteln und anschließend im Markt durchstarten? Diese Vorstellung gehört längst der Vergangenheit an. Mit dem digitalen Wandel muss sich auch das klassische Konzept von Arbeit anpassen. Wie New Work auch mithilfe von Coworking Spaces funktioniert, verriet uns 20Scoops-CFO Holger Jürgens.

Will das Konzept von New Work im Startup-Campus vorantreiben: 20Scoops-CFO Holger Jürgens
Will das Konzept von New Work im Startup-Campus vorantreiben: 20Scoops-CFO Holger Jürgens

Der Begriff New Work geht auf den austro-amerikanischen Sozialphilosoph Frithjo Bergmann zurück, der in seinem 2004 erschienenen Buch „Neue Arbeit, neue Kultur“ ein Gegenmodell zur klassischen Lohnarbeit entwickelte. Bergmann fordert in seinem Konzept ein Arbeiten, das Freiräume für Kreativität, die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit sowie die Teilhabe an der Gemeinschaft ermöglicht. Feste Arbeitszeiten und Büros sind dabei überflüssig. Es wird gearbeitet, wann und wo gearbeitet werden will – nicht in starren Strukturen, sondern agil. Neben der ungebundenen Arbeitsweise spielt bei New Work auch eine offene und transparente Kommunikation eine entscheidende Rolle. Weg von Top-Down-Entscheidungen hin zum gemeinschaftlichen Arbeiten. 

 

20Scoops als Brückenbauer

 

Ein Ort, an dem der Community-Gedanke umgesetzt wird, ist der Coworking Space. Allein in Hamburg werden über 50 solcher kollaborativen Arbeitsräume angeboten. Ein Coworking Space der besonderen Art hat das Venture Capital-Unternehmen 20Scoops im April eröffnet. Der 400 Quadratmeter große Startup-Campus in den geschichtsträchtigen Zeisehallen im Stadtteil Ottensen steht in direkter Verbindung mit einer zweiten Niederlassung im thailändischen Chiang Mai. Das Ziel: Ein Austausch zwischen innovativen Startups aus beiden Ländern und Know-How-Transfer zwischen Europa und Asien. Darüber hinaus wird eng mit Hamburger Hochschulen kooperiert. So können Studenten beispielsweise ein Praktikum im Campus absolvieren und dort an Projekten arbeiten. 

 

Die jungen Talente orientieren sich dabei nicht immer an etablierten Jobprofilen, sondern haben sich mit dem steigenden Digital-Know-How in der heutigen Arbeitswelt auch neue Berufsbilder entwickelt, wie 20Scoops-CFO Holger Jürgens erklärt. „Gerade im Bereich Social Media und im Rahmen der Digitalisierung kommen Jobs zum Vorschein, die noch nicht mal als anerkannte Ausbildungsberufe existieren.“ Mit dem Wandel der Jobs einhergehend hat sich auch die Art und Weise zu arbeiten, fundamental verändert. Dazu Jürgens: „Das Status-Denken im klassischen Büro, im Einzelbüro und mit großem Firmenwagen ist überholt. Es geht inzwischen viel um Flächeneffizienz.“

 

„VOM AUSTAUSCH PROFITIEREN ALLE“

 

Auch aus ökonomischen Gründen bieten viele Firmen, wie zum Beispiel die Otto Group mit „Collabor8“, ihren Angestellten Coworking-Flächen an: „In Unternehmen sind ja urlaubs-, krankheits- und reisebedingt nur ca. 70 Prozent der Belegschaft wirklich anwesend, sodass man dazu übergegangen ist, Großraumbüros ohne fest zugeteilte Arbeitsplätze zu schaffen“, sagt der 20scoops-Finanzchef. Der Vorteil an einem Coworking Space: Man kann zurückgezogen arbeiten, wenn es die Konzentration erfordert oder sich untereinander auszutauschen, um sich von der Muse küssen zu lassen. „Da profitieren alle von, um andere Sichtweisen zu bekommen, ob eine Idee oder ein Produkt marktgängig sind“, gibt Jürgens zu Protokoll. 

 

Die Campus-Teilnehmer unterstützen sich jedoch nicht nur gegenseitig, Hilfestellung gibt es auch von 20Scoops. So sollen den Startups neben den Geschäftsführern schon bald weitere Mentoren zur Seite gestellt werden, die wertvolle Tipps geben. Frei nach dem New Work-Motto: You never work alone. 

 

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